Neues Tribseer Stadttor Stralsund

Gutachterverfahren, zur Ausführung empfohlen

  • Auftraggeber: Hansestadt Stralsund
  • Team: Tim Bauerfeind, Henning von Wedemeyer
  • Ort: Stralsund
  • Planungszeit: 2013
  • Leistungen: LPH 2 HOAI

Bis ins 19. Jahrhundert hinein hatte Stralsund eine von Stadtmauern und Festungsanlagen umschlossene Altstadt. Heute sind die Bastionen geschliffen und die Altstadtkante ist an vielen Stellen aufgeweicht, so auch im Bereich des ehemaligen Tribseer Stadttores. Bei der Explosion des Köpkenturms im Jahr 1770 wurde die Stadtmauer hier stark zerstört und letztendlich 1877 mit dem Tribseer Stadttor abgetragen. Mit der Neubebauung des Stadtmauergrundstücks eröffnet sich die Chance, die Altstadtkante an diesem Ort wieder räumlich stärker zu fassen. Vom stark befahrenen Knieperwall ausgehende Verkehrsemissionen werden gemindert und es wird eine neue Tor- undPlatzsituation zur Innenstadt geschaffen. Wir schlagen eine eingeschossige Bebauung vor, die auf derSüdseite einen zweigeschossigen Kopfbau hat. Dieser richtet das Gebäude zum neu geschaffenen Platz aus und erzeugt eine Torwirkung zur Innenstadt. Der turmartige Gebäudekopf kann neben dem prägnanten giebelständigen Eckgebäude bestehen und verweist auf den ehemals hier befindlichen Köpkenturm, ohne dabei historische Exaktheit zu proklamieren. Das Gebäude prägt gleichermaßen markant wie selbstverständlich den Eingang zur Innenstadt. Zum Knieperwall hat das Gebäude eine geschlossene Fassade, in der - je nach Nutzung - quadratische Fenster in unterschiedlichen Größenangeordnet werden. Sie dienen den Nutzern als Schaukästen zur starkfrequentierten Straße oder als Fenster mit Ausblicken auf den Knieperteich. ZurStadtseite hat das Gebäude Glasfassaden, die als Schaufenster dienen.

Neues Tribseer Stadttor Stralsund
Neues Tribseer Stadttor Stralsund
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