Ein neues Holzhaus zwischen altem Baumbestand
Wie sich ein Wohnhaus am Waldrand elegant an den Hang legt — und sein Holzgeschoss unter den Kronen alter Bäume schweben lässt.
Das Grundstück am Ortsrand in Falkenberg ist geprägt von einem eindrucksvollen, alten Baumbestand und leichter Hanglage. Aufgabe war es, ein Haus zu entwerfen, das sich natürlich in diese Topografie einfügt und sich nach außen öffnet. Entstanden ist ein flacher Bau, der so auf dem Gelände angeordnet ist, dass er gemeinsam mit einem bereits vorhandenen kleinen Haus, einem Schuppen und den mächtigen alten Bäumen ein zusammenhängendes Ensemble am Waldrand bildet.
Das neue Haus legt sich quer zum Hang, um den Eingriff in die bestehende Topografie möglichst gering zu halten. Eingeschossig ragt es über das im Gelände eingebettete Sockelgeschoss heraus; mit seiner extensiven Dachbegrünung bleibt der Flachbau deutlich unter den Baumkronen. Aus der Distanz wirkt er kaum als Architektur, eher als horizontale Schicht zwischen Boden und Geäst.
Das Sockelgeschoss aus dunkel eingefärbtem Sichtbeton ist nahezu unsichtbar und verbindet sich optisch mit dem Gelände. Es nimmt das Hauptgeschoss mit seiner horizontalen Lärchenholzschalung auf. Die diffusionsoffene Holzrahmenkonstruktion des Wohngeschosses sorgt für Leichtigkeit und erzeugt zudem ein ausgewogenes Raumklima.
Das Wohnen ist auf einer Ebene organisiert und öffnet sich an allen Seiten nach außen. Auf der Hangseite führt eine raumhohe Glasschiebetür unmittelbar in den Garten — sonst gelangt man über eine dreiseitig umlaufende Terrasse überall nach draußen.
„Es ist ein Haus zwischen den Welten: Es bleibt unter dem Wald und schwebt über dem Hang. Es ist ein Haus, das den Ort respektiert, sich mit der Natur verbindet und viel Wohnqualität mitbringt.“