Campus der Vielfalt

Campus der Vielfalt

Vier Lernhäuser auf einem Sockel

Projektname Neubau Schulcampus ESS und HKS
Jahr 2030
Ort Hameln
Preise 1. Preis, Beschränkter Wettbewerb
Neubau Schulcampus ESS und HKS

Wie vier höhengestaffelte Lernhäuser auf einem gemeinsamen Sockel modernes Lernen mit vielen Synergien über alle Alters- und Entwicklungsstufen hinweg möglich machen.

Zwei Schulen, ein Campus

Der Landkreis Hameln-Pyrmont entschied sich, die bestehende berufsbildende Elisabeth-Selbert-Schule (ESS) und die Heinrich-Kielhorn-Schule (HKS), eine Förderschule mit Schwerpunkt geistiger Entwicklung mit Primar- und Sekundarstufe, an einem gemeinsamen Standort zusammenzubringen, da das Raumangebot an beiden Schulen nicht mehr ausreichte und zeitgemäße Lernkonzepte nicht zuließ. Auf dem ehemaligen US Depot entsteht nun ein neues Ensemble aus Schulgebäude und Mehrzweckhalle, das die beiden Häuser auf einem gemeinsamen, eingeschossigen Sockel zusammenführt.

Vier Lernhäuser von Nord nach Süd

Mitten durch den Quartierspark verläuft eine Nord-Süd-Wegeverbindung; an den Schulen weitet sie sich zu einem baumbestandenen Platz. Die Eingänge zu beiden Schulen und zur Mehrzweckhalle liegen sichtbar an je einem der drei Schenkel des Platzes. Auf dem Sockel staffeln sich vier Baukörper von Nord nach Süd in der Höhe ab und nehmen jeweils die spezifische Bildungsgänge auf: Berufsschule, berufliches Gymnasium, Sekundarschule und Primarschule. Die berufsbildenden Häuser sind mehrgeschossig gebaut und liegen im Norden, näher am städtischen Verkehr; Grundschule und Sekundarschule sind zweigeschossig und besetzen den südlichen Teil des Geländes – einem verkehrsfreien, von der Parklandschaft geprägten Raum.

„Den Verfasser:innen gelingt es auf geschickte Weise, beide Schulen in einem Gebäudeensemble zu vereinen. Die vorgeschlagene Gebäudetypologie sowie die Ausbildung der Lernhäuser fügt den Neubau in die städtebauliche Körnung ein.“
Juryprotokoll, 1. Preis Beschränkter Wettbewerb

Schulboulevard im Sockel

Im Inneren des Sockels verläuft der Boulevard und reiht Foyers, Mensa und gemeinschaftlich genutzte Bereiche zu einer durchgängigen Magistrale auf. Berufsschule und Berufliches Gymnasium (ESS) teilen ein gemeinsames Foyer, Grundschule und Sekundarschule (HKS) ebenso. Beide Schulbereiche verfügen über zentrale Treppenhäuser, die im Erdgeschoss als breite Sitztreppen weithin sichtbar werden.

Höfe mit eigenem Charakter

Die Schulhöfe leiten sich aus der Geometrie der Baukörper ab und führen zu einem spannungsvollen Verhältnis von Innen- und Außenraum. Jeder Hof trägt seine eigene Nutzung: grüne Klassenzimmer, Schulgärten, Spielbereiche, Ruhezonen. Aus vielen Charakteren entsteht ein gemeinsamer Campus, der zugleich Lernort und Stadtraum ist.

Fakten

  1. Auftraggeber Landkreis Hameln-Pyrmont
  2. Team Henning von Wedemeyer, Karsten Ruf, Jonas Baumann, Roland Herpel, Jascha Jansen, Karolina Kotyrba, Zuzanna Makaruk, Daniel Steinberg, Daniela Voigt, Joanna Werra, Laura Wetzel
  3. mit H+ Landschaftsarchitektur (Freianlagen), Pichler Ingenieure (Statik), ZWP Ingenieur AG (Haustechnik), AGK Fachplaner (Küchentechnik), BPR Ingenieure (Leitungsbau) und Ernst2 Architekten (Vergabe und Bauleitung)
  4. Ort Hameln
  5. Planung 2023

Auszeichnungen

  1. 2023 1. Preis, Beschränkter Wettbewerb