Gekrönt

Gekrönt

Ein neues Museum für die Altstadt Schwerins

Projektname Stadtgeschichtsmuseum Schwerin
Jahr 2025
Ort Schwerin
Offener Wettbewerb Teilnahme
Stadtgeschichtsmuseum Schwerin

Wie ein Stadtmuseum Alt und Neu zu einem selbstbewussten Ensemble verbindet — und ihm über den Dächern die Krone aufsetzt.

Ein Deal zwischen Alt und Neu

Seit das Schweriner Residenzensemble 2024 zum Weltkulturerbe erklärt wurde, fehlte der Stadt ein Ort, der den Besuchenden die Geschichte dazu erzählt — und auch die stadtgeschichtliche Sammlung benötigte schon lange ein angemessenes Zuhause. Darum lobte die Stadt einen offenen Wettbewerb aus.

Die Idee

Die charakteristische Dachlandschaft der Schweriner Altstadt lieferte uns dafür die Inspiration: Unser Entwurf greift sie auf und entwickelt sie zeitgemäß weiter. Der denkmalgeschützte Bestand wird respektvoll integriert, während der Neubau mit seiner markanten Dachfaltung einen kraftvollen, modernen Akzent setzt – ein Ensemble, das sich seiner Geschichte bewusst ist und dennoch nach vorne blickt.

Bestand bewahrt und weitergedacht

Der denkmalgeschützte Bestand wird behutsam in das neue Konzept integriert. Prägende Elemente wie das historische Haupttreppenhaus, der Gewölbekeller und die Fassadenstruktur bleiben erhalten und werden sorgfältig restauriert. Die störende Hofbebauung wird entfernt, der Südflügel erhält eine moderne Aufstockung. Im Inneren übernimmt ein offenes Stützenraster die statische Funktion, sodass der neue Innenraum mit dem überdachten Innenhof verschmilzt. Niveauunterschiede zwischen Alt- und Neubau werden durch nutzbare Tribünenstufen ausgeglichen. Materialien und Bautechniken orientieren sich an den überlieferten Details – langlebig und wartungsarm, damit der Pflegeaufwand langfristig gering bleibt.

Innen flexibel

Eine helle Ziegelfassade verleiht dem Neubau Wärme und handwerkliche Qualität und fügt sich farblich in den Bestand ein. Das großzügige Foyer mit Café und Shop öffnet sich zum Schlachtermarkt; das Welterbe-Informationszentrum ist über eine Tribüne direkt angebunden. In den Obergeschossen bilden Sonder- und Dauerausstellungen in sich geschlossene Raumsequenzen, die auch getrennt besucht werden können.

Räume für die Kunst

Unterschiedliche Raumhöhen, Lufträume, Galerien und offene Dachbereiche schaffen flexible Bedingungen für die Präsentation von Kunstwerken unterschiedlichster Größe. Die Erschließung ist intuitiv, übersichtlich und durchgehend barrierefrei – ein Museum, das sich allen Besucherinnen und Besuchern gleichermaßen öffnet.

Fakten

  1. Auftraggeber Stadt Schwerin
  2. Team Sandra Töpfer, Karolina Kotyrba, Laura Pfarr, Lasse Voss
  3. Ort Schwerin
  4. Wettbewerb 2025
  5. Visualisierung Katarzyna Cichecka / studio nus