Ein schmales Wohnhaus mit Potenzial
Wie ein sanierungsbedürftiges Mehrfamilienhaus mit schwieriger städtebaulicher Setzung einem Neubau Platz macht und damit ganz neue Standards setzt.
Das bestehende Wohngebäude an der Oberkasseler Straße war städtebaulich ungünstig positioniert, für den Busnahverkehr hinderlich und baulich in einem Zustand, der keine Zukunft versprach. Der Rückbau war die konsequente Entscheidung. An seine Stelle sollte etwas Neues treten: ein Haus, das sich einfügt, das heutigen energetischen Anforderungen genügt und bezahlbaren Mietwohnraum schafft. Eine zweigeschossige Remise im Garten schafft zusätzlichen Raum zum Leben.
Der Neubau schließt die städtebauliche Lücke und fügt sich ideal in die Blockrandbebauung ein. Das Haus ist in seiner äußerlichen Gestalt klar, modern und zeitlos. Große Festverglasungen zur Straße und raumhohe Schiebefenster zum hinteren Garten öffnen die hellen Wohnungen und lassen viel Licht und Luft hinein. Ganz oben, auf der durchgehenden Dachterrasse, versammeln sich die Bewohner des Hauses zu gemeinschaftlichen Aktivitäten: Der Blick geht weit über die Dächer der Stadt.
Sichtbeton, natürliche Holzböden, helle Einbauten — die Materialien sind zurückhaltend gewählt und bleiben dabei sie selbst. Daraus entsteht eine Atmosphäre, die ruhig und warm zugleich ist und den Mietern ermöglicht, in den Räumen ihr individuelles, ganz persönliches Zuhause zu schaffen.
Die zeitgemäße Energieversorgung ist Teil des Konzepts: Eine Erdwärmepumpe mit Sonden versorgt das Gebäude mit Heiz- und Kühlenergie; ein extensives Gründach auf dem Hinterhaus ergänzt das System. Das Ergebnis ist ein Neubau, der nicht nur zeitgemäßen energetischen Standards entspricht, sondern einen klimaneutralen Betrieb ermöglicht.