Genossenschaftliches Wohnen im Norden Berlins
Wie die großzügige Idee einer Stadtvilla in ein kompaktes Mehrfamilienhauskonzept passt und den Bewohnern Individualität, Privatheit und Gemeinschaft in einem bietet.
Das Projekt in Berlin-Pankow knüpft nicht an eine bestimmte vorhandene Bebauungstypologie an, sondern sucht eine zeitgemäße Weiterentwicklung des Typus Stadtvilla. Dieser Mischtypus überträgt die Qualitäten des Einfamilienhauses, wie die Nähe zum Garten, Identifikation mit dem Haus, geringe Bewohneranzahl und Privatheit, ins Mehrfamilienhaus – und schafft damit bezahlbaren Wohnraum ohne Kompromisse.
Grundgedanke der Grundrisse ist es, die Erschließung in der Mitte der Häuser zu platzieren und die Wohnungen ringförmig um diesen Kern zu organisieren. Aus der zentralen Lage des Treppenhauses ergibt sich ein Grundriss, der sich an drei Seiten zur Straße und zum Garten öffnet. Großer Pluspunkt des Entwurfs: Wohnen mit dreifacher Aussicht.
Vom Eingangsbereich aus lässt sich separat ein Raum erschließen, ohne die privaten Räume der Wohnung betreten zu müssen. Dieser wird ergänzt durch ein kleines, innenliegendes Bad. Außerdem gibt es ein zweites, natürlich belichtetes Bad für die Bewohner.
Die Küche ist als Wohnküche entworfen und teilt den langen Raum, der die ganze Haustiefe ausfüllt, in zwei Bereiche. Aus Esstisch und Arbeitsinsel wird ein gemeinsamer Mittelpunkt — Kochen, Essen und Wohnen gehen ineinander über. So gewinnt der Grundriss neben dem Treppenkern ein zweites Zentrum: eins, das die Bewohnerinnen und Bewohner vereint.
„In unseren Gebäuden sollen sich Menschen aller Generationen wohlfühlen.“
Die Häuser werden von vorgelagerten Terrassenstegen umgeben, so dass es neben der inneren Erschließung immer auch einen zweiten Weg über den Außenraum in die verschiedenen Zimmer gibt. Mit dieser doppelten Erschließung werden die Wohnungen um eine außenliegende Schicht erweitert. Der gemeinsame Garten bietet ausreichend Platz für privaten Rückzug, aber auch Raum für gemeinschaftliches Spielen und Grillen.