Kommt zusammen

Kommt zusammen

Ein neues Gemeindezentrum für Schönefeld

Projektname Kirchlich-Diakonisches Zentrum Schönefeld
Jahr 2024
Ort Schönefeld
Preise 1. Preis, Beschränkter Wettbewerb
Kirchlich-Diakonisches Zentrum Schönefeld

Wie ein kirchliches Gemeindezentrum in Schönefeld zur geistlichen Landmarke wird — und Begegnung von Menschen in den Fokus rückt.

Eine Adresse für das neue Schönefeld

Das kirchliche Gemeindezentrum Schönefeld soll mehr sein als ein Gebäude – es soll eine geistliche Landmarke für das Zentrum des „neuen Schönefeld“ werden. Ein zentraler Vorplatz mit Café markiert den Auftakt: Er verankert das Gemeindezentrum mit einer Geste der Öffnung im Stadtraum und wird zum neuen Treffpunkt und Ort der Kommunikation für das Quartier.

Drei Bausteine, ein gemeinsamer Hof

Das Ensemble besteht aus drei Elementen – Gemeindeturm mit Familienzentrum, Saal und Wohnzeile, die rund um einen gemeinsamen Hof angeordnet sind. Durch die Drehung der einzelnen Gebäudeteile entstehen Zwischenräume, die zu sozialen Begegnungsorten werden: Foyer und Gemeindeküche im Erdgeschoss, private Außenflächen auf den Dachebenen. Im Zentrum steht der nach Sonnenstand ausgerichtete Hof mit dem angrenzenden Saal – das Herzstück des Ensembles, in dem Gottesdienste ebenso wie Feste und kulturelle Veranstaltungen stattfinden.

Im hinteren Gebäudeteil liegen Verwaltung, die Wohnangebote der Diakonie und unter dem Dach die Pfarrwohnungen – ruhig gelegen und durch eigene Zugänge mit angemessener Privatheit ausgestattet. Die Wohnzeile ist als Laubengangtypus konzipiert, der flexible Wohnungsgrößen ermöglicht.

Eine Hülle aus Keramik

Das Gemeindezentrum ist als Holz-Hybridbau mit einer vorgehängten Fassade aus geschlossenen und offenen Keramikelementen konzipiert. Die helle, plastische Oberfläche verleiht dem Gebäude repräsentative Eleganz, ohne laut zu wirken – Keramik ist robust und sensibel zugleich, reflektiert das Sonnenlicht und wirkt durch unterschiedliche Farbnuancen plastisch, aber nie künstlich. Ein weiterer Vorteil: Das Material lässt sich sortenrein rückbauen und recyceln.

Wärme im Inneren

Im Innenraum dominieren hochwertige Putzoberflächen, die in ihrer Zurückhaltung dieselbe repräsentative Eleganz ausstrahlen wie die Fassade. In ausgewählten Bereichen – etwa den Wandbekleidungen von Saal und Café, bei Möbeln und Schiebetüren – ergänzen hochwertige Holzoberflächen den Materialkanon und geben dem Haus seine Wärme.

Fakten

  1. Auftraggeber Diakoniewerk Simeon gGmbH in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde Schönefeld
  2. Team Karsten Ruf, Karolina Kotyrba, Laura Pfarr
  3. Ort Schönefeld
  4. Planungs- und Bauzeit seit 2024
  5. Visualisierung Katarzyna Cichecka

Auszeichnungen

  1. 2024 1. Preis, Beschränkter Wettbewerb